Brandenburg: Erlebnisbahnhof Rehagen für Bahn- und Genussfans

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Wir hätten den kleinen Bahnfan nicht glücklicher machen können! Im Sommer waren wir für ein Wochenende fürs Reiseland Brandenburg in unserem zweiten Wohnzimmer unterwegs. Nur eine Stunde von der quirligen Berliner Innenstadt entfernt liegt das Paradies zum Entschleunigen für die ganze Familie: Der Erlebnisbahnhof Rehagen. Mitten im Fläming lockt der denkmalgeschützte Erlebnisnbahnhof mit dem einzigen Schlafwagenhotel in Brandenburg. Im Mai diesen Jahres wurde Eröffnung gefeiert, gefeiert haben auch wir die kulinarischen und zwischenmenschlichen Highlights!

Vor Veröffentlichung des gesamten Erlebnisberichtes auf Reiseland Brandenburg, gebe ich Euch jetzt schon Einblicke, auch von unserer Draisinentour und unserem Badespaß Ahoi! im Strandbad Mellensee. Das unverwechselbar sympathische Bahnhof Rehagen Gründerteam Christoph und Manja Boyer standen mir zudem Rede und Antwort für ein Interview rund um ihr Traumprojekt, zur Geschichte dahinter mit prominenten Anekdoten, unerwarteten Talenten und spannenden Zukunftspläne. PS: Friedrich redet noch heute von ihrer bezaubernden kleinen Tochter Anouk, die fast so alt ist wie er. Und wir? Wir schwärmen von der italienisch-französischen Küche (mit sensationellem Käse, Galettes, Pasta & Fleisch) und einer rundum entspannten kleinen Auszeit:

Brandenburgs Erlebnisbahnhof Rehagen für Bahn- und GenussfansBrandenburgs Erlebnisbahnhof Rehagen für Bahn- und GenussfansBrandenburgs Erlebnisbahnhof Rehagen für Bahn- und GenussfansGründung, Grundstück und Herausforderungen

Woher kommt ihr beide, wie habt ihr Euch kennen gelernt?
Manja kommt aus Berlin, ich aus Bourg-en-Bresse (60 km nördlich von Lyon).
Wir haben uns in Lyon kennengelernt (Studentenwohnhmeim). Manja war für 1 Jahr in Lyon (Erasmus)- das war 1996

Was habt ihr beruflich vor dem Kauf gemacht?
Manja war Teamleiterin bei Saturn. Ich habe bei eBay (Beschwerdemanagement) gearbeitet. Ich habe Geografie und Geschichte studiert. Manja BWL, Litteratur und französich.

Einen denkmalgeschützer Bahnhof in Rehagen kaufen, war es Liebe auf den ersten Blick? Wie kam es dazu?
Beide mögen alte Gebäude, mit Dicke stabile Wände. Einzeldenkmal ist was besonderes, existiert nur ein Mal. Jeder Altbau erzählt Geschichte. Auf der Suche nach eine passende Location, hatten wir mehrere Kriterien:
Etwas größeres (für mehr Flexibilität), sollte nicht zu nah an Nachbar sein (wegen Lärmstörung), weniger als 1 Stunde entfernt von Berlin sein.
Ein Altbau mit Potenzial. Nach einen Bahnhof haben wir nicht unbedingt gesucht. Bei ersten Besuch haben wir den Lokschuppen in der Entfernung gesehen und danach gefragt. War zwar nicht im Exposé. Bei eine 2. Besichtigung konnten wir die Volume des Lockschuppens und dessen Grundstückes bewundern. das war irgendwie Liebe aus dem ersten Blick.
Dazu kann den Draht zu Erlebnisbahn. Nette Leute, die gerne mit arbeiten wollten. Wir waren nicht ganz allein da, denn es gab schon eine touristische Attraktion.

Traumprojekt oder größte Herausforderung?
Bevor wir gekauft haben, haben wir ein Bauingenieur nach Substanz und Machbarkeit gefragt. Wir haben uns mit dem Denkmalamt Vorort getroffen, um eine Idee vom Auflagen zu erfahren. Wir wollten sicher sein, dass wir nicht in einem Topf ohne Boden investieren. Traumprojekt auf alle Fälle (aber trotzdem pragmatisch gedacht). Die größte Herausforderung war, eine Bank von unserem Vorhaben zu überzeugen. Denn ohne Bank (Finanzierung) keine Förderung. Ohne Förderung, keine Darlehen. Bürgschaft: ohne Hausbank, keine Bürgschaft. Das war für ein Moment ein Teufelskreis.
Über das Restaurieren, es gab ein Paar Überraschung (marode Außenterrasse), unrettbare Dielen im Gastraum. Aber wir sind davon ausgegangen, dass nicht viel innen zu retten ist…dann sind die Überraschung nicht zu groß.
Strom, Wasser, Heizung: alles war zu erneuern…

Seit wann habt ihr eröffnet? Seit wann das Schlafwagenhotel?
Eröffnung des Restaurant/Eventlocation: März 2015
Schlafwagon: seit Mai 2016 schlaffen Gäste in den Schlafwagons

Was gehört alles zu Eurem Grundstück und wie groß ist es?
Das Grundstück erstreckt sich von der Brücke (Le Bourget) bis hinter den Lokschuppen.
Und über die Hügel (kleine Waldgrundstück). Auf der andere Seite der Straße, befindet sich eine bepflasterte Platz (als Parkplatz für später gedacht).
Auf andere Seite ist noch ein Garten mit Bungalow und Garage Das keines Häusschen gehört noch nicht dazu.
Grundstück ist ca. 2 Hektar groß. Geteilt von den Gleisen der Erlebnisbahn (die optisch trotzdem ein Ensemble macht).

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Spannende Geschichte(n) und Konzept zum Erlebnisbahnhof Rehagen

Was wisst ihr mehr über die vorherige Geschichte & Nutzung des Bahnhofes und der Schlafwagons?
Bis 1998 war der Bahnhof noch im Betrieb. Es gab drin ein Bahnhofskneipe. Wurde teilweise von Russen besetzt. Wir haben Kontakte gehabt, die drin gearbeitet oder gewohnt haben.
Gäste die hier den Zug regelmäßig genommen haben oder einfach Ihren Fahrrad abgestellt haben. Wir haben ein Email erhalten haben, von Jd aus Westdeutschland. Der Opa hat im Dachgeschoß mal gewohnt. Sie wollten wissen ob, die Kammer noch da ist. Ich habe Fotos davon geschickt. Es war noch zu erkennen dass Jemand dort gewohnt hatte.
Der Bahnhof ist 140 alt war. Ursprünglich eine kleine Haltestelle, die nach Bedarf vergrößert wurde. Aktueller Stand: 1912.
2013 wurde den Bahnhof als Kulisse für „Monuments men“ genutzt. Georges Clooney, Matt Damon und KAte Blanchett waren da. Georges Clooney und Matt Damon haben sich noch mit Schnee beworfen.
Ich wußte, dass die Studio Babelsberg sich für die Location interessierte (wir waren verabredet). Bei einem kaltes Wintertag sind sie zur Besichtigung gekommen. Ich wußte nicht welcher Regisseur, bis ich G. Clooney bei der Besichtigung erkannte. War irgendwie lustig ihn im echt zu sehen. Ich konnte bei der Dreharbeit auf dem Set sein (wollte allerdings niemand bei der Arbeit stören und habe zugeschaut). 2 Dampflocks und eine Menge Wagons wurden dort gebracht.
Auf der Brücke steht Le Bourget, ein Vorort von Paris. Irgendwie passend 🙂

Was ist Eurer Konzept und Philosophie?
Grundidee: Event, Kultur und Kulinarisches
Wir kochen frische Produkte, wenn es geht auch gerne regionale Produkte. Käse allerdings kommen aus Frankreich.
Wir kochen traditionelle französische Küche, die wir mit einem moderne Note anpassen.
Wir sind sehr offen und möchten dass jeder Gast sich bei uns wohl fühlt (wie in seinem Wohnzimmer mit Freunde). Wie die Architektur des Gebäudes, ein Mix aus Alt und Modern, ist unsere Ausstattung, unsere Küche, die Landschaft.
Wir möchten, soweit es geht alles tun, damit jeder zufrieden ist (ohne unsere Grundidee zu verlieren).
Also, flexibel (auch bei den Menüauswahl, alles ist austauschbar). Gastronomie ist ein Punkt.
Dazu kommt Kunst (jeder Monat eine neue Ausstellung), Kultur (Live Musik, Freiluftkino) , ab September Tanzkurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Bälle, Lesungen, Theateraufführung, Konzert: das steht auf unsere To-do Liste.
Unsere Raume und Konzept ist für viele verschiedene Leute gut geeignet: Privatfeier, Incentives, Familienfeier, Betriebsfeier (auch in Verbindung mit Draisinentour).
Wir bieten etwas an, was man in der Region nicht gleich finden. Wir wollen überraschen und arbeiten dran, unsere Ideen weiterzuentwickeln.
Die Schlafmöglichkeiten in Züge sind dazu gekommen. Es passt wunderbar in unserem Konzept, etwas Besonderes zu erleben.
Dass die Gäste sich bei uns wohlfühlen ist bei mir sehr wichtig und gehört auch zu USP.

Genussfreuden, Interior-Schätze und Events

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Ist die Speisekarte konstant gleich oder saisonal französisch-italienisch angepasst?
Wir haben eine kleine Speisekarte mit konstant Crêpes, Galette, französische Käseplatte oder ein Mix aus französischem Käse und Aufschnitt. Dann wöchentlich 3 Menü „Rouge“ mit Fleisch, „bleu“ mit Fisch und „Vert“ vegetarisch. Die Menüs sind Saisonal angepasst. Fertigprodukte haben in unsere Küche generell nicht zu suchen… Wir fokussiert auf französische Gastronomie, wobei wir gerne ein „Touch“ von andere Küche der Welt in manche Speisen anbringen. Ob bestimmte Kräuter, Körner, oder Gemüse…

Von wem sind die Möbel im Bahnhof und in den Schlafwagons?
Im Bahnhof haben wir die gesamte Ausstattung selber ausgesucht. die Möbel kommen aus verschiedene Richtungen (Spezial Laden für Gastronomie, Lampe aus Italien (über eine Firma aus Potsdam). Die Stoffe haben wir ausgesucht, um ein Klassiker aufzupäppeln. Die Außenstühle sind ein Mix von 3 Klassiker in einem, entworfen von Philipp Starck. Passt zum Bahnhof und sind praktisch und bequem. (Jacobsen, Eero Saarinen und Eames).
Im den Züge ist erstmal die Ausstattung von den ehemaligen Besitzern. Im grünen Zug, viele originale Elemente des Transsibirisches. Im Roten Wagon (Salon) wurde klassische Holzmöbel ausgesucht. Macht eine bequeme Ambient.

Welche Künstler & Events findet man in Euren Räumen?
Musik (Livemusik), Ausstellung (Gemälde, Fotos, Fotos auf Stein,…), Freiluftkino. Tanzkurse. Geplant sind Lesungen und Theater. Wir bitten auch Verkostung an: Käseabend, Weinverkostung.

Eure Insider Tips für die Umgebung: Was sollte man nicht verpassen?
Eine Tour mit der Draisine und durch die Kalkbrüche. Ein Sprung in einem der verschiedene Seen in der Umgebung.

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Eine besondere Passion und Zukunftspläne

Ist der Tanz eine Passion/ Hobby? Ich bin begeistert von dieser Tanzeinlage.
Tanzen ist eine Passion. Leider momentan viel zu wenig Zeit. Aber das kommt noch wieder.
Manja und ich haben 1998 mit Standard und Latein angefangen bis wir irgendwann auch Turniere getanzt haben bzw. eine Trainerlizenz erworben haben. In Frankreich habe ich mit 10 angefangen mit Rock n Roll.
Tanzen ist wie fliegen auf der Musik. Wenn es klappt, gibt es unvergessliche Momente, dass Gefühl dass alles in Harmonie steht. Generell Musik und Tanzbewegung ist immer präsent. Ob Samba, Tango, Walzer oder Jive…

Habt ihr noch besondere Pläne für die Zukunft für Euren Bahnhof und
Eurer Grundstück? / Auf was dürfen sich die Gäste als nächstes freuen?
Der Lokschuppen: Baugenehmigung haben wir schon. Eine 320 qm große Veranstaltungssaal für Event aller Art.
Die obere Etage des Bahnhofs als Hotelzimmer (bis in Kathedraldach des Bahnhofs). Keller: Weinkeller mit Verkostung (was sonst 😉

Was macht ihr, wenn ihr mal nicht im Bahnhof arbeitet?
Wir verbringen viel Zeit mit Anouk, unsere Tochter. Entdecken nach und nach die Region, und wir fahren mal gerne wieder nach Berlin. Tanzen, das muss noch wieder kommen…

Mit 55 Jahren wünschen wir uns…
Ein florierendes Bahnhofs, die aber authentisch und treu bleibt. Wir wollen, die Leute weiter überraschen.

HERZLICHEN Dank, liebes Reiseland Brandenburg Team für dieses tolle Wochenende, liebe Manja & lieber Christophe für die wunderschöne Zeit bei Euch und das Interview!

6 Comments

  1. Susanne
    25. Oktober 2016 / 10:56

    So ein tolles Familienverwöhnwochenende! Wir müssen auch viel mehr Brandenburg erkunden, Berlin ist ganz toll,m aber oft so voll.
    Lieben Dank für deine tollen Tipps!
    LG Susanne

    • 21. November 2016 / 13:41

      Wir fahren so gerne auch nur über ein Wochenende raus ins Grüne. Kann ich Euch also super empfehlen! Berlin ist super inspirativ, immer und überall, manchmal muss man aber einfach mal die Stadtgrenzen hinter sich lassen… Brandenburg ist perfekt dafür!

  2. Anne
    25. Oktober 2016 / 15:45

    Wir haben auch einen kleinen Bahnfan in der Familie 🙂 ist direkt mal abgespeichert, super schöner Familienkurzurlaub. Liebe Grüße aus HH,
    Anne

    • 21. November 2016 / 13:39

      Ja super toll. Dann wäre der Bahnhof Rehagen auch genau richtig für Euch!
      Liebe Grüße zurück

  3. Emma
    3. Januar 2017 / 16:13

    Ich stöbere gerade auf Deinem schönen Blog. Wir entfliehen auch gerne mal aus dem Berliner Trubel und ich bin immer super dankbar für ein paar schöne Brandenburg Tipps, dieser ist auch ganz toll!
    Liebe Grüße auch aus Berlin,
    Emma

    • 3. Januar 2017 / 16:17

      Das ist ja super, dann wirst Du bald schon wieder mit einem tollen Tipp versorgt, wir werden nämlich wieder in Brandenburg, im Fläming, unterwegs sein, Freue mich, wenn Du wieder vorbei schaust.
      Liebe Grüße und Frohes Neues Jahr 2017!

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